Die Cajon- Das kleinste Schlagzeug der Welt

Angefangen hat alles mit einer einfachen Transportkiste. Den peruanischen Sklaven war es während der Kolonialzeit verboten, auf den Plantagen ihrer Besetzer Trommeln zu benutzen. Nachdem ihnen ihre Instrumente von den spanischen Herrenleuten abgenommen wurden, behalfen sich die Sklaven mit allem, was in irgend einer Form Rhythmus erzeugte. Transportkisten für Fisch und Obst wurden kurzerhand zum Trommeln verwendet und so entstand letztendlich im Laufe der Zeit die CAJON (aus dem Spanischen=Kiste). Anfang der 70´ Jahre wurde die Cajon von den Spaniern nach Europa gebracht und löste langsam aber sicher Congas und Bongos zur Begleitung des Flamenco ab. Durch Paco De Lucia und seinen Percussionisten wurde die "Kiste" in Europa bekannt.




Seit geraumer Zeit ist die Cajon auch fester Bestandteil vieler Bands der
Popularmusik geworden. Durch ihre kompakte Größe ist die Cajon gerade bei Akustikbesetzungen und für Club Gigs hervorragend geeignet. Die Lautstärke ist neben der Größe das „schlagende“ Argument. Überall da, wo ein klassisches
Drumset zu groß oder zu laut ist, kann die Cajon als Alternative eingesetzt werden. Wird sie jedoch mit Mikrofon abgenommen, kann sie sehr laut und mächtig klingen und ist mittlerweile eine echte Alternative zum Schlagzeug geworden. Mit Hi-Hat und Becken kombiniert, vermisst der Zuhörer fast nichts mehr. Ob Rock, Pop, Blues oder Hip Hop. Die „Groovebox“ ist überall einsetzbar. Schließt der Zuhörer die Augen
glaubt er ein Schlagzeug zu hören. Der kräftige Bass und der satte Snaresound klingen dem klassischem Drumset zum verwechseln ähnlich. Man kann sagen, dass die Cajon wohl eine der wichtigsten Wiederentdeckungen der Percussionwelt in den letzten Jahren ist. Sie schlägt eine Brücke zwischen dem Schlagzeug und den vielen,  "klassischen" Percussioninstrumenten.